Zur Startseite
          Über 4000 Biere im Test
Info

Hier stellen wir jeden Monat ein besonderes Bier vor. Kriterien für die Auswahl können herausragende Geschmacksqualitäten oder interessante Geschichten zum Bier sein (meistens Ersteres).

Hellers Alt (Etikettdetail)
August 2019:  Hellers Alt

Hellers Alt ist ein fein aromatisches, rundlaufendes Altbier aus Köln. Ein Altbier aus der Kölschstadt erscheint ungewöhnlich, die Brauerei beruft sich jedoch auf eine alte Tradition, nach der der dunkle Bierstil früher auch in Köln gebraut wurde.

Die optische Begutachtung zeigt ein kupferfarbenes, leicht trübes Bier. Bedeckt von gebräuntem Schaum. Im Geruch zeigen sich Röstnoten, Karamell, Nuß, Kakao, reifes Obst und kräftiger Hopfen. Der Antrunk ist schlank bis leicht malzig. Im Geschmack sanft getoastetes Malz, Karamell, bittersüß. Erfrischende Kohlensäure. Im Nachtrunk sehr trockener Hopfen mit Kräutern, feine Bittere, nochmals Kakaopulver.

Die Brauerei Heller in Köln existiert seit 1991 und braut von Beginn an "bio". Als Klassiker gilt natürlich das Kölsch der Brauerei. Ein Ausschank erfolgt gleich nebenan im "Hellers Brauhaus", einer Lokalität mit Küche und Wintergarten.

Hellers Alt (Etikettdetail)
Etikettdetail (Quelle: eigenes Photo)

Eintrag in der Verkostungs­datenbank: Hellers Alt


Juli 2019:  Morland Old Golden Hen

Die Old Golden Hen ist ein frisches, hopfiges Golden Ale. Neben tasmanischem "Galaxy"-Hopfen werden Fuggles und Willamette zum Brauen verwendet. Das Bier ist leicht und sommertauglich. In den letzten Monaten wurde es mehrfach in Lidl-Filialen in Deutschland angeboten.

Das Bier erscheint – nomen est omen – in goldener Farbe und ist blank filtriert. Darüber thront dichter, weißer Schaum. Im Geruch Karamellmalz, Toastbrot, Gras, Gewürz, Blüten – überwiegend hopfig. Im Antrunk leicht malzig, eher schlank. Milder Malzgeschmack mit feiner Karamellsüße. Biskuit, Butterkeks. Erfrischende Kohlensäure. Weich am Gaumen. Im Abgang trocken, hopfenherb. Bitterorange.

Die Morland Brewery wurde 1711 gegründet. Im Jahr 1999 wurde Morland durch Greene King übernommen, dem größten britischen Pub-Retailer und Brauer. Kurz darauf, im Jahr 2000, wurde die Morland Brewery in Abingdon (Oxfordshire) geschlossen und die Produktion nach Bury St. Edmunds (Suffolk) verlagert.

Morland Old Golden Hen (Etikettdetail)
Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)

Eintrag in der Verkostungs­datenbank: Morland Old Golden Hen


Juni 2019:  Plank Helles

Das Helle der Brauerei Plank ist ein vielschichtiges, gut verarbeitetes Helles mit Tendenz zum Pilsener.

Im Glas gelb und klar. Bedeckt von einer langanhaltenden, weißen Schaumkrone. Im Geruch helles Malz, feines Getreide, dezentes Karamell, Gras und Blüten. Im Antrunk leicht malzig. Erfrischende Kohlensäure. Fein getreidiger Malzgeschmack, leicht karamellisiert. Der Körper ist etwas schlanker als erwartet. Im Nachtrunk kräftige Hopfung mit Gewürz und Zitrone. Ein angenehm trockener Abgang.

Die Brauerei Plank befindet sich im oberpfälzischen Ort Laaber in der Nähe von Regensburg. Zusätzlich zur Brauerei wird auch ein Gasthof geführt - ein klassischer Brauerei-Gasthof also. Der Braumeister Michael Plank ist auch für seine hervorragenden Weißbiere und Weizenböcke bekannt, die mehrfach mit Medaillen beim World Beer Cup ausgezeichnet wurden.

Plank Helles (Etikettdetail)
Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)

Eintrag in der Verkostungs­datenbank: Plank Helles


Mai 2019:  Starnberger Weisse

Mit der Starnberger Weisse trifft man auf ein leckeres Weizenbier der stärkeren Sorte.

Sein trübes Dunkelorange besitzt einen goldenen Glanz. Darüber heller, nicht ganz weißer Schaum mit Durchhaltevermögen und cremiger Konsistenz. Im Geruch Weizen, Hefe, Banane, Nelke. Im Antrunk vollmundig-malzig. Geschmack von süßem Malz, Banane, Hefe, Karamell, Trockenobst. Weicher Trunk. Kreide. Kräftiger Körper. Im Nachtrunk feinwürziger Hopfen mit Raffinesse.

Es gab bereits bis 1918 ein Brauhaus in Starnberg, das heutige Starnberger Brauhaus ist eine Neugründung aus dem Jahr 2016. Im Jahr 2018 wurde ein Jahresausstoß von 10.000 Hektoliter avisiert. Mittelfristig ist eine Ausweitung auf 30.000 Hektoliter pro Jahr geplant.

Starnberger Weisse (Etikettdetail)
Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)

Eintrag in der Verkostungs­datenbank: Starnberger Weisse


April 2019:  Clausthaler Extra Herb

Geschmacklich ist dieses alkoholfreie Pilsener tatsächlich „extra herb“. Der raffinierte Hopfen macht den eher dünnen Körper wieder wett.

Das Bier erscheint im Glas hellgelb und blank filtriert. Sein Schaum ist weiß, teils grobporig, mit passablem Volumen. Im Geruch auffällig guter, kräftiger Hopfen für ein alkoholfreies Bier: Gras, Kräuter, Pfeffer, Zitrone. Auch süßes Malz und Getreide erreichen die Nase. Der Antrunk erscheint schlank. Das Malz eher scheu mit Malzsüße, Getreide, etwas Maische. Im Abgang hopfenherb mit einem Hauch Grapefruit, Pfeffer.

Alkoholfreie Biere der Marke Clausthaler werden seit 1979 von der Binding-Brauerei in Frankfurt am Main gebraut. Binding gehört zur Radeberger Gruppe und diese wiederum zum Oetker-Konzern. Die Marke Clausthaler erinnert an die Städtische Brauerei Clausthal, die von Binding übernommen wurde, aber bereits 1978 geschlossen wurde.

Clausthaler Extra Herb (Etikettdetail)
Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)

Eintrag in der Verkostungs­datenbank: Clausthaler Extra Herb


März 2019:  Herrnbräu Zwickl

Mit dem Herrnbräu Zwickl trifft man auf ein gelungenes, harmonisches Kellerbier aus der Ursprungsstadt des Reinheitsgebots – Ingolstadt.

Seine Farbe ist dunkelgolden-orange, leicht trüb. Der Schaum ist hell und kleinbleibend. Im Geruch Getreide, Brot, Butter, Zitrusfrucht, Gras, Kräuter. Im Antrunk schlank. Zart-getreidiger Malzgeschmack, karamellsüßlich. Biskuit. Erfrischend. Hefig-weich. Im Abgang zeigen sich dezente Bittere, frischer Hopfen, Kräuter, Zitrus.

Die Brauerei Herrnbräu erzeugt derzeit einen Jahresausstoß von 210.000 hl und beschäftigt 100 Mitarbeiter.

Herrnbräu Zwickl (Etikettdetail)
Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)

Eintrag in der Verkostungs­datenbank: Herrnbräu Zwickl


Februar 2019:  New Belgium Voodoo Ranger IPA

Das Voodoo Ranger IPA von New Belgium ist ein gut abgerundetes, intensiv hopfenaromatisches Bier mit Fruchtsafteffekt. Laut Website der Brauerei kommen die Hopfensorten Nugget, Cascade, Simcoe, Chinook, Mosaic und Amarillo zum Einsatz.

Aus der Dose ergießt sich ein Bier in Goldorange mit lediglich geringer Eintrübung. Darüber dichter, weißer Schaum. Im Geruch intensiv-brachialer Hopfen mit tropischen Früchten, Grapefruit, Litschi. Dazu gesellt sich ein erdiges Holzaroma. Im Antrunk malzig, kräftiger Körper. Geschmack von Brot und Karamell, teilweise auch fruchtig-süß wie Orangensaft. Im Nachtrunk erneut Zitrus, Erde und auch Kiefer.

Die Braustätten der New Belgium Brewing Company befinden sich in Fort Collins (Colorado) und Asheville (North Carolina). Der Hauptsitz ist in Fort Collins. Die Brauerei befindet sich zu 100 Prozent in Arbeitnehmerhand und war im Jahr 2017 die viertgrößte Craft-Brauerei in den USA. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1991 von Jeff Lebesch und Kim Jordan, nachdem sich Jeff Lebesch im Jahr 1988 auf einer Fahrradreise durch Europa etwas Inspiration verschafft hatte – daher wohl auch der Name der Brauerei.

New Belgium Voodoo Ranger IPA (Dosendetail)
Dosendetail
(Quelle: eigenes Photo)

Eintrag in der Verkostungs­datenbank: New Belgium Voodoo Ranger IPA


Januar 2019:  Barre Louis Barre Imperial

'Louis Barre Imperial' stammt aus der 1842 gegründeten Brauerei Ernst Barre in Lübbecke (Westfalen). Es ist ein ungewöhnliches Bier mit kräftigem Malzunterbau, aber auch selbstbewußtem Hopfen der Sorten Hallertauer Perle und Hallertauer Saphir. Der Bierstil wird von der Brauerei mit 'Bouquet Lager' angegeben, bei RateBeer.com lautet die Einstufung 'Premium Lager'.

Das Bier ist golden und zeigt eine minimale Eintrübung, ist aber dennoch als 'klar' zu bezeichnen. Die Schaumentwicklung ist gering, die helle Krone verschwindet schnell. Im Geruch Karamell, Brot, Aprikose, Kräuter, Blüten. Im Antrunk leicht malzig. Geschmack karamellsüßlich, brotig-teigig. Weiches Mundgefühl. Wenig Kohlensäure. Der Nachtrunk ist angenehm trocken, Kräuter, Blüten und Zitrus.

Der Namensgeber dieses Bieres, Louis Barre, war ab dem Jahr 1878 Chef der Lübbecker Brauerei. Er führte 1881 als einer der ersten Brauer in Norddeutschland die Kältemaschine ein, wodurch eine ganzjährige Herstellung untergäriger Lagerbiere ermöglicht wurde. Die gute Haltbarkeit des Lagerbiers von Barre war ideal für die langen Transportwege zu den Seehäfen und den Ausschank an Bord von Schiffen. Folglich wurde 1885 ein Liefervertrag mit der Reederei Norddeutscher Lloyd in Bremerhaven geschlossen.

Heute beträgt der Ausstoß der Brauerei 130.000 Hektoliter (Stand 2015), 73 Prozent davon entfallen auf das Barre Pilsener. Die Brauerei beschäftigt derzeit 110 Mitarbeiter und befindet sich noch immer in Familienbesitz.

Barre Louis Barre Imperial (Etikettdetail)
Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)

Eintrag in der Verkostungs­datenbank: Barre Louis Barre Imperial


Hinweis zu den Wertungsnoten unserer Monatsbiere

* Die hier genannten Wertungen entsprechen der Verkostungsnote, die für ein Bier zum Zeitpunkt seiner Wahl zum "Bier des Monats" aktuell war. Spätere Wiederholungsverkostungen der Biere haben also keinen Einfluß auf die oben aufgeführten Wertungen.

Urheberrechtshinweis

Die Grafiken auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt.
Alle Rechte liegen bei den jeweiligen Brauereien oder bei uns (selbst photographierte Sachen).